Farbtiefe

Die Farbtiefe beschreibt die Anzahl der maximal gleichzeitig nutzbaren Farben. Dabei sollte man nicht verwechseln, dass die Anzahl der genutzten Farben nicht der Farbtiefe entsprechen muß. Die Farbtiefe ergibt sich aus der Anzahl der Bits, die pro Pixel zur Verfügung stehen, also 2 hoch Anzahl der Bits.

Bei "HiColor (16-Bit)" oder "TrueColor (24-Bit)" wird der Umweg nicht über die Lookuptabelle gegangen, sondern hier werden die R, G, B-Werte direkt als Farbwerte interpretiert. Bei den so genannten Echtfarbmodi gibt es unterschiedliche Arten die Daten der Farben zu speichern. Je höher die Farbtiefe desto höher ist auch die Menge der zu speichernden Information pro Punkt. Eine kurze Übersicht soll hier gegeben werden. X bedeutet Attributbit oder Alphakanal.

Farbtiefe Anzahl möglicher Farben Name Motorola-Format Intel-Format
1 Bit 2 Monochrom
8 Bit 256 Palettenmodus
15 Bit 32768 HiColor XRRRRRGGGGGBBBBB GGGBBBBBXRRRRRGG
16 Bit 65536 HiColor RRRRRGGGGGGBBBBB GGGBBBBBRRRRRGGG
24 Bit 16.777.216 TrueColor 3 Byte R, G, B 3 Byte B, G, R
32 Bit 16.777.216 + 1 Alphabyte TrueColor XRGB  je 1 Byte BGRX  je 1 Byte

Bei einer Farbtiefe von 16 Bit werden die Farbanteile zu einem Word (2 Bytes) zusammengefasst. Dabei kommen zwei Typen vor: Das echte 16 Bit-Format und das 15-Bit-Format, bei dem das 16. Bit nicht genutzt oder als Transparenzbit benutzt wird. Beim 16-Bit-Format hat man 6 Bit für den Grünanteil, weil die Zapfen im Auge für den mittelwelligen Bereich die größte Empfindlichkeit haben. Es existieren auch Formate, die Farbtiefen bis 32 Bit unterstützen. Diese ermöglichen dann aber keineswegs buntere Grafiken als 24 Bit-Formate. Das zusätzliche Byte enthält vielmehr die Intensität oder den Transparenzwert/Alphakanal des Bildpunktes.