CMY-Farbmodell

Bild 12) CMY-Kreis

Das CMY-Farbmodell unterstützt das sogenannte subtraktive Farbmischverfahren. Dabei werden, ausgehend von den drei Grundfarben Cyan, Magenta und Yellow (Gelb), die übrigen Farbnuancen durch Subtraktion (Filtern) dieser Grundfarben von Weiß definiert. Schwarz entsteht also, wenn man alle diese drei Grundfarben von Weiß abzieht.

Das subtraktive Farbmischverfahren wird immer dann angewendet, wenn die Reflexion von Licht ins menschliche Auge gelangt, also z.B. bei Farbdruckern, die die Farbe auf Papier aufbringen. Das bedruckte Papier wird zum Betrachten mit Licht beleuchtet, die Reflexion dieser Beleuchtung gelangt ins Auge und wird mit Hilfe des Gehirns einem Farbsinneseindruck zugeordnet.

Wir lernen schon als Kinder, dass man bei den Wasserfarben Blau und Gelb mischen muss, um Grün zu bekommen. Eine Wasserfarbe enthält Pigmente, welche einen Teil der Wellenlängen absorbieren, und einen Teil reflektieren. Dies wird im Druckverfahren ausgenutzt, wobei mit den Grundfarben Y (Gelb) ,C (Cyan) ,M (Magenta) drei Druckauszüge hergestellt werden. Wenn alle drei Farben gesetzt sind, wird sowohl r als auch g als auch b absorbiert, so dass nichts reflektiert wird, es sich also um schwarz handelt.

Bild 13) CMY-Wuerfel

 

Das CMY-Farbmodell setzt das subtraktive Farbmischverfahren direkt in ein Zahlenmodell um, genauer gesagt in einen 3D-Einheitswürfel, bei dem die acht Ecken für die folgenden Farben (mit jeweils festgelegten Farbkoordinaten) stehen:

C,M,Y Farbe  
0,0,0 Weiß  
0,0,1 Gelb  
0,1,0 Magenta  
0,1,1 Rot  
1,0,0 Cyan  
1,0,1 Grün  
1,1,0 Blau  
1,1,1 Schwarz  

Der Unterschied zum RGB-Würfel ist die andere Lage der Grundfarben im Würfel, da es sich um ein subtraktives Verfahren handelt (statt Rot, Grün und Blau werden hier Cyan, Magenta und Yellow (Gelb) als Grundfarben angenommen). Dies macht die nebenstehende Abbildung des CMY-Farbmodells deutlich.

Die Grauwerte befinden sich dabei auf der Würfeldiagonalen von schwarz nach weiß.

Das nebenstehende Applet zeigt, dass sich der Farbraum immer weiter zerteilen läßt. Durch Änderung der Schieberposition verkleinert oder vergrößert sich die Anzahl der Teilwürfel pro Kante.